Die interne Verlinkung ist ein wichtiges Instrument der Suchmaschinenoptimierung, wenn – und nur wenn – sie richtig umgesetzt wird. Im Folgenden einige Tipps zur Verlinkungsstrategie, Eigenschaften von Verlinkungen, interne und externe Links, Linkstrukturen und mehr.

Was ist ein interner Link?

Ein interner Link ist einer Link, der auf einer Website zu einem Ziel auf derselben Website führt. Seine Aufgabe liegt darin, die Nutzer zu einer auf den aktuellen Content-Bereich sinnvollen inhaltlichen Ergänzung weiter zu führen. Weil er quasi die Tür zwischen zwei digitalen Räumen einer Website ist, macht  er Gang durch das Informationsgebäude erst möglich. Technisch gesehen unterscheidet sich der interne vom externen Link dadurch, dass der interne Link auf eine Seite innerhalb derselben Root-Domain verlinkt, auf eine andere Unterseite (es sei denn, das Linkziel ist die Startseite).

Externe Verlinkung:
<a href=“https://www.externe-domain.de/“>externe-Domain</a>

Interne Verlinkung:
<a href=“unterseite.htm“>Unterseite</a>

Durch die Verlinkung wird Linkjuice von einer zur anderen Seite übertragen, wenn auch nicht so stark wie bei externen Verlinkungen. Und genau diese Übertragung ist eines der Gründe, warum interne Links für die Suchmaschinenoptimierung interessant sind.

1. Linkziel und Anchortext angeben

Um durch eine interne Verlinkung Suchmaschinenoptierung zu betreiben, die Link-Power einer Seite auf eine andere zu übertragen, ist selbstverständlich zuerst die Eingabe des entsprechenden Linkziels notwendig. Die Angabe des passenden Anchortextes hat mittlerweile weniger Gewicht als noch vor Jahren, ist aber noch von einer gewissen Bedeutung.
<a href=“zielseite.htm“>Anchortext</a>

2. Stark von außen verlinkte Seiten nutzen

Vor allem Seiten, die das Ziel externer Links von außen sind, sind ideale Ausgangspunkte für interne Links, weil sie zum Einen starke Ranking-Power bieten, zum Anderen viel Traffic aufnehmen, den Sie auf diese Weise zu den erwünschten Zielen innerhalb der Costumer Journey weiterleiten können.

3. Kein Keyword-Stuffing in internen Links im Footer-Bereich!

Suchmaschinenoptimierer haben in der Vergangenheit gelegentlich versucht, einzelne Seiten durch interne Verlinkungen dadurch zu stärken, dass sie interne Links inklusive Anchortext in den Footer-Bereich jeder Seite platzierten. Google sieht das als Manipulation an und bestraft es mittels Rankingverlust, nimmt die Penalty bei Wiederentnahme des internen Links allerdings schnell wieder zurück. Der betreffende Code ist unten rot markiert.

<!– Foot –>
<div id=“foot-bg“> </div>
<div id=“foot“>
<a id=“copyright“ href=“‚. URL_ROOT .'“ style=“margin-top:-70px;;“>‘. t(‚copyright‘) .'</a>
<ul id=“menu-foot“>‘. $menu_foot .'</ul>
<div id=“foot-speech“>‘ . $p->FooterRefLinks() . ‚</div>
<div id=“ADD-STYLE“> <a href=“zielseite.htm“><a>Anchortext</a></div>
</div>

4. LInkquelle und Linkziel müssen thematisch kohärent sein

Genau wie bei externen Verlinkungen gilt, dass Ausgangspunkt und Ziel eines Links wenn nicht identisch, so doch thematisch verwandt sein müssen, um als positives Rankingsignal erkannt zu werden. Google versetzt sich – wie so oft – in die Situation des Nutzers, dem sich der Sinn eines thematisch aus dem Zusammenhang gerissenen Links kaum erschließen dürfte. Wenn hier von thematischer Kohärenz die Rede ist, bedeutet das nicht notwendigerweise, dass das Thema oder übergreifende Thema einer Seite dasselbe sein muss. Ausreichend ist ein thematisch verwandter Kontext, der sich durch eine semantische Kohärenz innerhalb eines Textabsatzes ergeben kann.

5. Nur der erste Anchortext zählt

Auch hinsichtlich der Frage, welcher Anchortext als relevant herangezogen wird, wenn mehrer interne Links zu derselben Zielseite führen, gilt für interne dasselbe wie füir externe Verlinkungen. Sehr oft versuchen Betreiber von Websites ihre Online-Besucher auf ein- und derselben Page dazu zu bewegen, eine bestimmte Seite aufzusuchen (z.B. ein Whitepaper herunterzuladen, sich als Newletter-Abonnent anzumelden oder sich eine bestimmte Produktseite anzuschauen). Das Keyword, das von der internen Verlinkung profitiert, ist lediglich der Begriff, der sich als Anchortext des ersten Links wiederfindet. In den folgenden Code-Beispielen ist der betreffende Code rot markiert.

<a href=“zielseite.htm“><a>Anchortext 1</a>
<a href=“zielseite.htm“><a>Anchortext 2</a>
<a href=“zielseite.htm“><a>Anchortext3</a>

6. Technische Umsetzung der Verlinkung

Die Erfahrung zeigt, dass der Einfluss interner (wie auch externer) Links dann am größten ist, wenn er – wie in den obigen Beispielen – in HTML umgesetzt wird. Sebstverständlich ist das nicht, denn es gibt viele Anwendungen auf der Basis anderer Programmiersprachen, bei denen eine andere Art der Codierung Sinn machen könnte, z.B. Links in JavaScript.

Die Umsetzung eines Links in JavaScript erkennen Sie an folgender Syntax:

string.link(„url“)

Bei der Nutzung von HTML bieten sich Text- und Image-Links zur Umsetzuung an.

7. Vermeiden Sie zu viele interne Linkschritte

Bei der Konstrukion kleiner bis mittelgroßer Websites sollte darauf geachtet werden, dass die Anzahl der Linkschritte, die ein Nutzer benötigt, um innerhalb der vorgegebenen Struktur zu einem beliebigen Punkt auf der Site zu gelangen, die drei möglichst nicht überschreitet. Diese Begrenzung wird von Google als nutzerfreundlich betrachtet. Wenn beispielsweise von einem Blogbeitrag, der von der Startseite aus in drei Schritten erreichbar ist, zum nächsten verlinkt wird, ist das in diesem Sinne keine Überschreitung, da der verlinkte Blogartikel ebenfalls von der Homepage aus in drei Schritten erreichbar wäre.

8. Präsentieren Sie interne Links immer nutzerfreundlich

Interne Links, die nicht nur angelegt werden, um Linkjuice zu übertragen, sondern auch so umgesetzt werden, werden von Google als wenig relevant herabgestuft. Kein Wunder: Offensichtlich sehen die User den Link nicht als hilfreich an und nutzen ihn nicht. Deshalb sollte vor jeder internen Verlinkung genau überlegt werden, wie man ihr einen nützlichen Aspekt verleihen und den Link im übrigen auch graphisch als solchen sehr deutlich machen kann.

Auch interne Links sollten möglichst viel Traffic transportieren.

 

9. Nicht mehrere interne Links mit demselben Anchortext auf verschiedene Seiten zielend!

Im Fokus der Suchmaschinenoptimierung steht letzlich immer die Frage, wie man einzelne Seiten zu Trägern eines starken Rankings in Bezug auf jeweils ein Keyword machen kann. Deshalb ist die Content-Produktion gehalten, bei der Redaktion jeder Page ein bestimmtes Keyword zuzuweisen, das sich auf keiner anderen Page wiederholt. Dasselbe gilt für die interne Verlinkung. Interne Links von welcher Unterseite der Website auch immer sollten nie mit denselben Anchortext auf verschiedene Seiten zielen. Anders ausgedrückt sollte als Anchortext eines internen Links immer nur genau das Keyword stehen, das der Zielseite „bei der Verteilung der Keywords innerhalb der Website“ zugewiesen wurde.

 

 

10. Vermeiden Sie interne nofollow-Links

Der nofollow-Link wurde 2005 von Google eingeführt. „dofollow“ und „nofollow“ sind Werte des rel-Attributs, wobei der nofollow-Wert Suchmaschinen anweist, Verweise auf andere Seiten nicht in die Berechnung von deren Linkpopularität einzubeziehen. Es hat allerdings den Schönheitsfehler, dass es zwar keinen Linkjuice vergibt, diese der Page der Juice aber dennoch verlustig geht. Deshalb muss man auch bei internen Links davon abraten, nofollow-Links zu setzen.

11. Möglichst jede Seite sollte Ziel einer internen Verlinkung sein

Damit eine Seite von Google als nützlich wahrgenommen wird, muss sie sich als sinnhafte Stufe auf dem Informationsweg eines Nutzers darstellen. In einem Hypertextgebilde ist die Einbeziehung in einen solchen Weg eben der interne Link. Deshalb gilt das Ideal, dassfür möglichst jede einzelne Seite  das Ziel eines internen Links ist. In der Realtität ist eine solche Forderung schon angesicht der Vielzahl von Pages allerdings oft nicht umsetzbar.

Interne Verlinkungen zur Suchmaschinenoptimierung einsetzen

3 thoughts on “Interne Verlinkungen zur Suchmaschinenoptimierung einsetzen

  • Vorsicht mit Deep Links in der Absenderzeile des Kommentars. Ich habe gehört, dass sowas negativ bewertet wird.

  • Hallo,

    danke für den Artikel zum Thema interne Verlinkung. Ich bin durch Ihren Beitrag in der entsprechenen XING Gruppe darauf gestossen.

    Zur Optimierung der internen Verlinkung kann ich Seo Ratio Tools sehr empfehlen, mit dem sich der interne Fluß des „Link Juice“ sehr gut optimieren lässt:
    https://www.seoratiotools.com

    Viele Grüße aus Köln

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.